Chinese Whisper

Chinese Whisper

Der Sammler Uli Sigg (* 1946) verfolgt seit Ende der 1970er Jahre die Entwicklung zeitgenössischer Kunst in China und begann Mitte der 1990er Jahre, die weltweit repräsentativste Sammlung chinesischer Kunst aufzubauen. Kulturelle Techniken und gesellschaftspolitische Strategien bilden das Referenzsystem der Schau, die in einer Gegenüberstellung von rund 100 Arbeiten aus der Sigg Collection – u. a. von international renommierten KünstlerInnen wie Ai Weiwei, Cao Fei, Feng Mengbo, He Xiangyu, Liu Ding oder Song Dong – mit Objekten der MAKSammlung Asien den westlich geprägten Diskurs öffnen will.

Als Wirtschaftsjournalist, Unternehmer und Schweizer Botschafter in China, Nordkorea und der Mongolei (1995–1998) hatte Sigg die Möglichkeit, hinter die Kulissen der enormen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu blicken, die – wie Chinas Vision einer Neuen Seidenstraße zeigt – der Tradition und der Zukunft verschrieben sind. Sigg förderte zahlreiche internationale Karrieren wie jene von Ai Weiwei und übergab 1 510 Werke seiner Sammlung als M+ Sigg Collection an das neu gegründete M+ Museum for visual culture, Teil des West Kowloon Cultural District in Hongkong, das vom Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen wurde.

01. March 2019
Autor: Unknown